St. Karl Borromäus

 

Geschichte der Pfarrei

Beim Bau der Siedlung Fürstenried-Ost im Jahr 1961 wurde unsere Pfarrei St. Karl Borromäus begründet. Zuerst hatten wir als Gottesdienstraum eine Baubaracke an der Berner Str. und dann für 2 ½ Jahre ein großes Zelt am Genfer Platz.

Inzwischen wurde unsere Kirche in 2jähriger Bauzeit errichtet und am 20. Dezember 1964 durch Weihbischof Dr. Johannes Neuhäusler feierlich eingeweiht. Ein Jahr später konnte auch der Kindergarten an der Berner Str. für die Fürstenrieder Kinder eingeweiht und eröffnet werden.

Bald nach Vollendung unseres Pfarrzentrums mit Kirche, Pfarr- und Jugendheim, Pfarrhaus und Kindergarten wurde die junge Gemeinde St. Karl Borromäus im Jahr 1967 zur Pfarrei erhoben.

Die Gemeinde brachte große Opfer, um das Gotteshaus und das Pfarrzentrum gut auszustatten. Dabei setzten sich sehr viele aus Fürstenried-Ost für die junge Gemeinde ein und halfen mit, die Pfarrei aufzubauen, so dass bald daraus eine lebendige Gemeinde wurde.

Die Pfarrkirche

Unsere Pfarrkirche wurde nach den Plänen des Münchner Architekten Dipl. Ing. Herbert Groethuysen erbaut – als Zentralbau, in dem der Altar in der Mitte und durch die darüberliegende Glaskuppel im hellsten Licht steht: Um den Altar versammelt sich von 3 Seiten die Gemeinde zum Gottesdienst. Die hohen Wände mit ihren Lichtbändern schließen die Gemeinde um den Altar zusammen.

Vorne links – neben der Altarinsel – befindet sich das Bild unseres Kirchenpatrons, des Hl. Karl Borromäus – ein Halbrelief aus dem Jahr 1686.

Abgesetzt durch eine niedrigere Decke an der rechten Seite befindet sich die Werktagskirche mit dem Sakramentsaltar.

Hinten rechts ist die Taufkapelle mit dem Taufbrunnen. Das ständig fließende Wasser ist ein Symbol des „lebendigen Wassers“, das Jesus Christus uns für unser Leben schenken will.

Die künstlerische Ausstattung (Altäre, Tabernakel, Altarkreuz, Taufstein, Weihwasserbecken, Apostelkreuze, Leuchter, Turmkreuz) ist von Blasius Gerg aus Glonn. Von ihm stammt auch die Marienstatue, die seit 1966 in unserer Kirche steht.

1973 wurde unsere Orgel mit 26 Registern eingeweiht – gebaut von Firma Walcker, Ludwigsburg.

Als letztes kam 1988 unser Kreuzweg mit 15 Stationen – gemalt in alter Technik von dem Künstler Helmut Kästl, Greifenberg – in unsere Kirche.

Unsere Kirche ist nach über 30 Jahren auch heute noch ein moderner Kirchenraum, der die Gemeinde einlädt zur Feier des Gottesdienstes.

Karl Borromäus – unser Gemeindepatron

Unsere Pfarrei ist nach dem Mailänder Bischof St. Karl Borromäus (1538-1584) benannt.

Tiefe Frömmigkeit, ein unermüdlicher Einsatz für sein Bistum, Verzicht auf jeglichen Reichtum und eine ausgeprägte Liebe zu den Armen bildeten bei ihm die Voraussetzungen, die ihn im Pestjahr 1576 zum Vater der Kranken und Sterbenden und zum Retter Mailands werden ließen. In der Krypta des großen und herrlichen gotischen Doms von Mailand ist sein Grab. Am 4. November feiern wir das Fest des Hl. Karl Borromäus.

Sein Leben ist ein Ansporn für unsere Gemeinde, uns besonders der Notleidenden, Schwachen und Kranken anzunehmen.